Deutscher Amateur-Radio-Club e.V
Ortsverband Husum M04
Ein Breitband-RX für alle Betriebsarten für weniger als 50 Euro im Selbstbau
 

Seid circa einem Jahr gibt es die Möglichkeit mit einem einfachen DVBT-Stick mit einem RTL 2832 Chip -Decoder und einem E4000 Chip den Frequenzbereich von
ca. 70 Mrz. bis 1700 Mrz. auch  anders zu benutzen. Findige Funkamateure aus Finnland haben herausgefunden, dass mit einem so einfachen DVBT-Stick, der
normalerweise für den Rundfunk und Fernsehempfang mit einem Computer vorgesehen ist auch noch einiges mehr möglich ist. Software macht es möglich.
Durch geschickte Programmierung wurde eine Software entwickelt, die den lückenlosen Empfang aller Signale in einem sehr großen Bereich möglich macht. Hierzu
wird lediglich der DVBT-Stick mit dem E-4000 Chipsatz benötigt. Diese Sticks sind gut und preiswert im Fachhandel erhältlich. Circa 20 Euro kostet uns das
Vergnügen einen Super Scanner Empfänger unser eigen zu nennen. Gut sind diese Sticks auch über das Internetportal EBAY erhältlich. einfach mal suchen nach
E4000 oder RTL2832.  Des Weiteren benötigen wir noch eine Software, die es uns ermöglicht diesen Stick für unsere Zwecke zu nutzen. Ich persönlich bevorzuge
hierzu die Software SDRSHARP. Ihr findet im Internet die Software unter    www.sdrsharp.com <http://www.sdrsharp.com>
Damit haben wir schon einmal die Grundlage geschaffen uns einen SDR-RX mit 70Mhz- 1,7 Ghz. unser eigen zu nennen.
Auch ist mittlerweile der Empfang vom sog. Virtuellen Flugradar auf 1090 Mhz möglich, das sog. ADS Flugradar.Hierzu werden mit einer einfachen antenne die
Positionsdaten der Verkehrflugzeuge live auf dem heimischen virtuellen Radarschirm dargestellt und ermöglichen es dem amateur live am Fluggeschehen dabei
zu sein. Bei allen was möglich ist , sollte aber ein jeder die gesetzlichen Vorschriften für den Empfang einhalten. Nicht alles was geht , ist auch legal. Hier
appeliere ich an die Selbstvernunft eines jeden.  Vielfach wurde aber auch der Wunsch herangetragen, ob es nicht auch möglich sei mit diesem Stick Kurzwelle zu
empfangen. Hier sei gesagt, im Prinzip ja und in der Praxis auch ja.
Wir benötigen hier für einen kleinen Konverter, der den Frequenzbereich von 0-30 Mrz. auf eine höhere Frequenz umsetzt. Wie sieht das im Einzelnen aus? Am Eingang des Konverters ist ein sehr einfach gehaltenes Tiefpassfilter mit einer Grenzfrequenz von circa 50 Mrz.,. Dahinter erfolgt ein Mischer mit einer Gilbertzelle. In unserem Falle ist das der bekannte Mischer NE602. Hier wird jetzt eine Ozillatorfrequenz von 110 Mrz.  zugesetzt. Dies geschieht mit Hilfe eines integrieren fertigen kleinen Quartzozillators. Dieser mischt uns den für uns interessanten Frequenzbereich von 0-30 Mrz. auch eine neue Zwischenfrequenz von 110-140 Mrz.  Hinter dem Mischer sitzt dann lediglich noch ein einfaches Hochpassfilter mit einer Grenzfrequenz von 110 Mrz. Die Schaltung wurde schnell entworfen und getestet. Dieses einfache Konzept ersetzt zwar keinen hochwertigen Kurzwellenempfänger mit seinen Selektion Möglichkeiten, ermöglicht aber mit geringem Aufwand des Kurzwellenempfangs durchgehend. Diverse Schaltungen sind mittlerweile veröffentlicht worden, ob nun mit passiven oder aktiven Mischer, bei allen ist das Grundprinzip gleich. Es wurde dann an mich der Wunsch herangetragen, hier doch die Möglichkeit vorzusehen, das Ganze in einem einzigen Gehäuse zu konzipieren. Dem bin ich gerne nachgekommen und so entstand nach kurzer Zeit der hier vorliegende SDR-Konverter, der es erlaubt lückenlos den Frequenzbereich bis 1,7 Ghz. in allen Betriebsarten zu überstreichen. Ein formschönes Aluschalengehäuse mit der Größe 8x10 x 5 cm vervollständigte das Gerät. Ich habe den SDR-Stick uns Gehäuse mit integriert, so dass lediglich ein USB-Kabel zu PC erforderlich ist. Auf der Rückseite sind 2 BNC-Buchsen. Der eine ist für Kurzwelle und der andere für den UKW-Bereich. Die von Haus aus nicht besonders hoher Empfindlichkeit des Sticks wurde durch den Einsatz eines Breitbandverstärkers in50 Ohm - Technik verbessert. Die Umschaltung zwischen KW und UKW erfolgt durch einen kleinen Schalter an der Frontseite. Hier sind auch 2 LEDS angebracht, die den Betriebszustand anzeigen. Die Platine für das Konzept ist beim Dirk Ruffing DH4YM für Bastler zu Selbstkostenpreis zu erwerben. Zu finden im Internet unter  http://www.mydarc.de/dh4ym/
Bausätze oder ähnliches sind bei mir nicht zu erwerben. Hier ist jeder Bastler selbst gefordert. Gerne stehe ich aber zur Auskunft bereit, falls Hilfe erforderlich ist. Dieser einfache Konverter kann natürlich keinen hochwertigen RX der höheren Preisklasse ersetzen, ermöglicht aber für wenig Geld am Nabel der Welt mit zu mischen. Trotz seiner einfachheit, sind die Epfangsergebnisse  erstaunlich gut. Wer hier noch eine simple Verbesserung der Selektion haben möchte, der verwende am Eingang zur Kurzwelle ein einfachen Pi-Filter zur Vorselektion. Das verhindert, das starke Rundfunksignale den Mischer evtl. Übersteuern oder durch kreuzmodulation Geistersignale auftauchen.
Achtung ,wichtiger Hinweiss!!
Für alle sie schon gebaut haben, oder aber am bauen sind. Das Relais auf der Platine wird falsch angesteuert. Unbedingt die beiden Anschlüsse tauschen, sonst zieht das Relais nicht einwandfrei an. Bei den  Leiterplatten  ab der Rev. 1.3 ist der Fehler behoben. Danke an den OM Rainer Müller DM2CMB für den wichtigen Hinweiss.Bei den vorangegangenen Aufbauten muß das Relais ausgelötet werden, dann das Massebeinchen freigemacht werden und es müssendie 2 Anschlüsse der Spule am Relais mit 2 kleinen Drahtbrücken neu verdrahtet werden. Dann zieht das Relais ordnungsgemäß an und der Konverter hat auf Kurzwelle auch seine volle Empfindlichkeit.Im neuen schaltbild und den Bestückungsplänen sowie in den Layout ist dieser wichtige Hinweiss berücksichtigt.


REV1.4 vom 20. Mai.2013
OM Rainer DM2CMB hat noch einmal das Filter am Eingang für Kurzwelle geändert. Damit wurde die Grenzfrequenz des Tiefpasses angehoben und die Eingangsanpassung an den NE612 Mischer verbessert. Die Anderungen sind in der aktuellen Bauanleitung mit auf genommen worden

ReV 1.5 vom 15 Dezember 2013
Da die Firma Reichelt das MMIC vom Typ MSA 0686 nicht mehr liefert, wurde eine Verbesserung vorgenommen.
Man nehme einen MAR3 der für wenig Geld bei E-Bay erhältlich ist. Den Widerstand R1 ,den ändert man von 100 auf auf 47 Ohm.
Damit haben wir einen vorverstärker mit bessern Werten einem erweiterten Frequenzbereich und ca 2 db mehr Verstärkung
Schaltbild, Stückliste, Platinenlayout
im PDF-Format
Video zum SDR-Stick bei Youtube
Hier sind einige Fotos vom Aufbau des simplen Breitband-Rx
SDR-RX 1-1700 Mhz. mit einem einfachen DVBT-Stick
Ansprechpartner , Anschrift
DD7LP OVV M04
Christian Petersen
Lassens Stieg 4
25853 Bohmstedt
Tel.04671-5101
mob. 0170-1137601
E-Mail DD7LP@DARC.de
URL: Http://www.DD7LP.de